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Sensibles Hochleistungsorgan: Gesundheit geht durch den Magen!

Unser Magen verarbeitet etwa eine Tonne Nahrung pro Jahr – aus allem, was wir essen, produziert er einen mehr oder weniger zähen Brei und befördert diesen dann in Richtung Darm. 35 Millionen Drüsen in seiner Schleimhaut produzieren täglich drei Liter Magensäure, um die Nahrung vorzuzuverdauen und Mikroorganismen abzutöten. Zu viel, zu fettes, zu scharfes, aber auch zu süßes Essen allerdings bedeutet Stress für den Magen. Die Folge: Er reagiert gereizt, produziert mehr Säure, die Muskeln verkrampfen. Und wir leiden unter Schmerzen im Oberbauch, unter Übelkeit und Völlegefühl. Die Magenempfindlichkeit wird in der Regel über das Magennerven-System geregelt, und das reagiert auf bestimmte chemische Reize, die von ganz unterschiedlichen Nahrungsmitteln ausgelöst werden können. Bei Pfeffer beispielsweise werden bestimmte Rezeptoren aktiviert und dann Signale ans Gehirn geschickt – die dann als Brennen wahrgenommen werden. In gleicher Weise gibt es viele Lebensmittel, auf die der Magen eher gereizt reagiert, während andere ihn beruhigen. Was uns auf den Magen schlägt oder nicht, entscheidet also das Magennerven-System. Hier eine kleine Übersicht über magenfreundliche Lebensmittel, die Beschwerden vorbeugen oder sie auch lindern können:

Weißer Reis

Schonkost, wie weißer Reis, ist leicht verdaulich, was besonders nützlich ist, wenn Sie an Blähungen und Verdauungsstörungen leiden. Als Teil der BRAT-Diät (die Lebensmittel wie Bananen, Reis, Apfelmus und Toast empfiehlt) hilft weißer Reis gegen flüssigen Stuhlgang, bindet Säure und schont den geplagten Verdauungstrakt.

Papaya

Dieser tropische Magenberuhiger enthält Papain- und Chymopapain-Enzyme, die einen ausgeglichenen Säuregehalt des Verdauungssystems fördern und die Verdauung optimieren, indem sie dabei helfen, Lebensmittelproteine zu spalten.

Kräutertee

Es gibt kaum etwas, was so beruhigend für Körper und Geist ist, wie eine heiße Tasse Tee. Der Magen profitiert besonders von Kräutertees wie Süßholz, Pfefferminz, Ingwer und Kamille – alle davon lindern auf natürliche Weise Übelkeit und Krämpfe, die auf Blähungen zurückzuführen sind. Wer empfindlich auf Gerbsäure reagiert, sollte mit schwarzem Tee vorsichtig sein.

Pfefferminz

Mit natürlicher Pfefferminze versetzte Lebensmittel – wie Süßigkeiten, Tees und Gerichte, die frische Minzblätter enthalten – helfen dabei, einen gereizten Magen zu beruhigen und Schmerzen und Blähungen zu lindern, indem sie die verkrampfte Magenmuskulatur lockern. Dieser beruhigende Effekt fördert die Aufnahme von Galle und beschleunigt den Verdauungsprozess.

Bananen

Auch Bananen sind eines der wenigen Lebensmittel der BRAT-Diät (Bananen, Reis, Apfelmus und Toast), einem Ernährungsplan, der sich auf Lebensmittel konzentriert, die leicht verdaulich sind und den Magen nicht reizen. Das liegt daran, dass Bananen Pectin enthalten, eine natürliche Substanz, die den Stuhlgang verfestigt.

Joghurt

Eigentlich sollten die meisten Milchprodukte gemieden werden, wenn Sie an Verdauungsproblemen leiden, jedoch enthält Naturjoghurt nützliche Bakterien (Aktivkulturen), die eine gesunde Darmflora fördern und eine optimale Verdauung anregen.

Ingwer

Sie können Ingwer als ein Hausmittel gegen Übelkeit nutzen, wenn Sie an einen Magen-Darm-Infekt leiden. Diese Wurzel kann jedoch (in frischer oder Pulverform) auch zu einem Tee aufgegossen werden, um einen verstimmten Magen zu besänftigen.

Apfelmus

Apfelmus ist ein weiterer BRAT-Diät-Bestandteil (wie weißer Reis, Toast und Bananen) und enthält Pectin aus frischen Äpfeln. Wenn die Äpfel zu einem sämigen Mus verkocht werden, können sie Durchfall bändigen, Magenverstimmungen beruhigen und Verdauungsprobleme lindern.