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Der besondere Saft: Blutspende pro und contra

Ok, die Sache mit dem Pro und Contra lässt sich recht schnell abhandeln, denn Nachteile beim Spenden gibt es faktisch nicht. Die beim Spenden abgenommene Menge Blut ist so gering, dass der Körper sie sehr schnell wieder ausgleichen kann, und der kleine Pieks wird schnell durch das gute Gefühl kompensiert, das richtige zu tun. Contra fällt praktisch also flach, kümmern wir uns daher ums Pro – und da kommt einiges zusammen. 

Was viele nicht wissen:

Blut spenden ist gut für den Körper – und zwar nicht nur für den des potenziellen Empfängers, sondern durchaus auch für den eigenen. In langjährigen Untersuchungen haben Mediziner herausgefunden, dass regelmäßiges Blutspenden das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall nicht unerheblich senken kann. Ein möglicher Grund ist die automatische Absenkung des Blutdrucks. Das entlastet kurzfristig das gesamte Blutsystem und führt durch die Neubildung des Blutes langfristig zu einer besseren Regulation der beteiligten Stoffe des Blutkreislaufs. Neben vielen Naturheilkundlern haben auch Ärzte der Berliner Charité einen Zusammenhang zwischen dem Blutspenden und einem dadurch sanft gesenkten Blutdruck festgestellt. Kurz: Regelmäßiges Blutspenden kann helfen, Bluthochdruck auch ohne Medikamente zu senken. Am besten sollte darüber mit dem Hausarzt oder dem Kardiologen gesprochen werden.

Und es gibt weitere Vorteile beim Spenden:

Denn das Blut wird bei jeder Spende auf verschiedene Werte untersucht. Sollten Abweichungen festgestellt werden, bekommt man umgehend eine Information und gegebenenfalls eine Nachuntersuchung. Dadurch haben regelmäßige Blutspender  immer ein recht klares Bild über ihren Gesundheitszustand. Außerdem erhält man einen Spender- und Unfallhilfepass mit allen wichtigen Daten zur Person, wie etwa der Blutgruppe. Im Ernstfall kann einem selbst dadurch schneller geholfen werden.

Die verschiedenen Arten der Blutspende:

Man kann verschiedene einzelne Bestandteile seines Blutes spenden oder eine so genannte Vollblutspende leisten. Der Unterschied: Bei der Vollblutspende werden rund 500 Milliliter Blut abgenommen. Davon muss sich der Körper eine Weile erholen, und erst nach 8-12 Wochen ist eine weitere Vollblutspende ratsam. Man kann aber auch einzelne Blutbestandteile wie Thrombozyten oder Plasma spenden. Dabei wird Blut abgenommen und seine Bestandteile separiert, was benötigt wird herausgefiltert und der Rest wieder zugeführt. Deshalb kann z.B. eine Plasma-Spende öfter geleistet werden, theoretisch alle drei Tage. Empfohlen wird allerdings maximal einmal pro Woche. Vor jeder Spende sollte ausreichend gegessen und getrunken werden – außer Alkohol, natürlich. Nach der Spende ist eine kleine Stärkung empfehlenswert, ebenso Ruhe und keine großen körperlichen Aktivitäten für den Rest des Tages.

Voraussetzungen für das Blutspenden:

Blutspender müssen in Deutschland  mindestens 18 Jahre alt sein, mindestens 50 Kilogramm wiegen, dürfen nicht schwanger sein, nicht stillen und aktuell keine Antibiotika einnehmen. Medikamente sind aber nicht grundsätzlich ein Hinderungsgrund. Jeder wird vor seiner ersten Spende gründlich untersucht und ausführlich von einem Arzt beraten. Dabei erfährt man dann  auch, ob man zum Beispiel trotz bestimmter Medikamente als Spender geeignet ist.  

Warum jeder Blutspenden sollte:

Blut ist ein enorm wichtiger Stoff für das Funktionieren unseres Körpers. Es ist für den Transport von Nährstoffen, Sauerstoff und Abfallprodukten verantwortlich und nur in sehr begrenztem Maß durch andere Stoffe ersetzbar. Zwar lässt sich mittlerweile medizinisches Kunstblut herstellen, das ist aber extrem teuer und nur in sehr geringen Mengen möglich. Darum sollte sich jeder gesunde Erwachsene für eine Blutspende entscheiden, denn der Bedarf kann fast immer nur gerade so gedeckt werden. Bis zu 15.000 Blutkonserven werden jeden Tag in Deutschland benötigt. Fast jeder kann in seinem Leben mal auf eine Bluttransfusion angewiesen sein. Gut also, wenn immer genügend Spenden vorhanden sind – im Zweifelsfall für jeden von uns.